Therapie

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09.04.2026

Intensivtherapie für Parkinson-Patienten

Intensivtherapie für Parkinson-Patienten

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Praxisbeispiel Baden Health

Udo Münster (MIROXX), Marc Hohmann, Lukas Sturm und André Inthorn

Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische, fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem die Bewegungssteuerung des Körpers beeinträchtigt. Eine Heilung gibt es derzeit nicht, aber Medikamente, Physiotherapie und andere Behandlungen können die Symptome deutlich lindern und die Lebensqualität verbessern. Der Sportwissenschaftler André Inthorn und der Sportphysiotherapeut Marc Hohmann haben in Baden-Baden eine Intensivtherapie für Parkinson-Patienten entwickelt (www.baden-health.de).

Einer der bekanntesten der etwa 400.000 Parkinson-Patienten in Deutschland ist der frühere Fernsehmoderator Frank Elstner. Er arbeitet seit vielen Jahren mit Inthorn und Hohmann zusammen. Trotz seiner Erkrankung ist er geistig und körperlich recht fit, steht weiterhin in der Öffentlichkeit und ist im Alltag nur wenig eingeschränkt. Für ihn liegt der Grund dafür in seiner speziellen Trainingstherapie.

Von der Diagnose zum Konzept

Die Anfänge dieses speziellen Therapieansatzes liegen eng zusammen mit der Parkinson-Diagnose bei Elstner vor knapp 10 Jahren. Damals habe es kein Konzept gegeben, das speziell auf diese Erkrankung zugeschnitten sei, erinnert sich Inthorn. Das war für ihn die Initialzündung, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und eigene Ideen zu entwickeln. Auf diese Weise entstand ein Konzept aus Testung, Therapie und Regeneration.

Verbesserungen auf vielen Ebenen

Die Ergebnisse gaben Inthorn und Hohmann Recht. Durch die verschiedenen Maßnahmen gab es Erfolge auf vielen Ebenen: „Neben Verbesserungen der Kraft und Beweglichkeit, die wir erwartet hatten, konnten auch positive Auswirkungen auf den Schlaf oder die Psyche festgestellt werden“, berichtet Inthorn.

Sichtbar werden die Veränderungen durch die Testungen vor und nach der zweiwöchigen Intensivtherapie. Innerhalb dieses Zeitraums erhalten die Patienten eine individuell auf sie abgestimmte Mischung aus Therapie und Training in einer 1:1-Betreuung. Das ganzheitliche Paket wird abgerundet durch Regenerationseinheiten.

1:1-Betreuung und Ganzheitlicher Ansatz

Zur Sturzprophylaxe und Gleich - gewichtsverbesserung kommen hier spezielle Trainingsgeräte zum Einsatz, die sich als äußerst effizient bei Parkinson gezeigt haben, wie beispielsweise das Multifunktionsgerät MIROXX.

Inthorn und Hohmann wurden durch die Empfehlung eines befreundeten Sportorthopäden auf MIROXX aufmerksam und waren direkt begeistert. Neben den umfangreichen Trainingsmöglichkeiten gefällt Ihnen das System und die optische Aufmachung. Das Gerät nimmt dank seiner Wandhalterung nur wenig Platz ein und kommt mit modernem Style daher. „Beim Training geht es auch immer etwas um Optik und Abwechslung. MIROXX macht die Patienten neugierig“, so Hohmann. Die Übungen können den Patienten hier anschaulich gezeigt werden.

Gangtraining mit MIROXX

Die langen Seilzüge ermöglichen zudem Laufübungen auf einer kleinen Gehstrecke (wie auf der Bild - strecke abgebildet). Gangspezifische Muster können nachgestellt, kleine Bewegungen geübt werden. Auch explosive Übungen oder rezi - proke, alltagsspezifische Ansätze sind möglich.

Kontinuierliches Training & Leihmodell für Geräte

Ein wichtiger Baustein für den langfristigen Therapieerfolg sind regelmäßige Einheiten nach der Intensivmaßnahme. Derzeit wird an einem Leihmodell für MIROXX-Geräte gearbeitet, damit die Patienten auch zuhause ihre Übungen durchführen können.

Viele der Patienten – der Großteil ist über 60 Jahre alt, einige aber auch unter 50 – kommen ein bis zweimal im Jahr in die Praxis für eine Intensivtherapie, zum Teil mit weiter Anreise. Aufgrund der steigenden Nachfrage wird es demnächst einen zweiten Standort für Parkinson-Patienten in Würzburg (Physiotherapie Schuler) geben.

Philipp Hambloch


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