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14.09.2026

Wie intelligente Avatare psychische Stabilität messbar machen

Wie intelligente Avatare psychische Stabilität messbar machen

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In einer Zeit, in der politische Debatten über eine verschärfte AU-Pflicht ab Tag eins oder das Heraufsetzen des Rentenalters auf 70 Jahre die Wirtschaft bewegen, steht das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) vor einem Wendepunkt. Wir brauchen weniger einen strikten Systemwechsel, sondern vielmehr einen sinnvollen Richtungswechsel, in dem Prävention endlich ein echtes Fundament wird. Sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft.

Bisherige Ansätze verharren oftmals in einer reaktiven Nachsorge. Diese verursacht Kosten, ohne die Ursachen zu beheben. Ein zukunftsfähiges BGM benötigt den Schritt hin zu einer technologiegestützten Echtzeit-Prävention. Gesundheit ist keine Einbahnstraße oder ein bloßer Zustand, den man verwaltet, sondern vielmehr unser persönliches DO-IT-YOURSELF Lifetime Projekt. Und mit diesem Projekt müssen wir so früh wie möglich anfangen. Das richtige Mindset für Prävention gehört von klein auf in die Köpfe geprägt.

Das marode System

Die wirtschaftlichen Schäden des aktuellen Systems sind messbar. In Deutschland gehen jährlich über 5,3 Millionen Arbeitstage durch psychische Belastungen verloren. Das entspricht einem Schaden von rund 29 Milliarden Euro.

Dennoch schweigen sechzig Prozent der Betroffenen aus Scham. Klassische BGM-Maßnahmen greifen zu spät, weil sie Defizite erst dann therapieren, wenn der Ausfall bereits eingetreten ist. An dieser Schnittstelle von Management, Wissenschaft und Wirtschaft müssen wir ansetzen.

Strategische Vorsorge ist nachweislich ökonomischer als Nachsorge. Das Problem im BGM war bisher die mangelnde Skalierbarkeit und Messbarkeit von mentaler Gesundheit im Moment des akuten Stresses. Hier schlägt die moderne Technologie die Brücke zur Lösung.

Die KI-Symbiose: 36 Parameter für eine ausgezeichnete Präventionskultur

Wie diese Lösung in der Praxis aussieht, zeigt ein Kooperationsprojekt, das ich gemeinsam mit dem Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Volker Nürn berg und Frank M. Scheelen unterstütze. Im Zentrum steht die Verknüpfung wissenschaftlicher Diagnostik mit künstlicher Intelligenz über den Digital Human Coach naia®.

Die Innovation nutzt einen Stresstest, der 36 Parameter erfasst, um Belastungsprofile in Echtzeit zu analysieren. In der Praxis funktioniert das ohne Wartezeiten auf feste Termine. Gerät ein Mitarbeiter im Alltag unter Druck, öffnet er die Anwendung auf dem Smart phone. naia® fungiert als empathischer Gesprächspartner, erkennt Muster in der Kommunikation und liefert sofortige, anonyme Micro-Coachings zur Reduktion des Stresslevels.

Die unersetzbare menschliche Komponente

Dabei sind die Grenzen der Technologie klar: KI-Anwendungen können und dürfen im BGM immer nur ergänzend und assistierend genutzt werden. Die künstliche Intelligenz ersetzt niemals den Menschen, sondern baut die Brücke zu ihm. Der Avatar dient als digitaler Frühwarn- und Ersthelfer-Kanal im Alltag. Er fängt den akuten Druck ab und befähigt die Mitarbeitenden durch gesunde Eigenverantwortung. Erst dadurch wird die Rolle des BGMKoordinators vom Verwalter zum proaktiven Gestalter aufgewertet.

Die KI liefert anonymisierte, aggregierte Daten, damit der menschliche BGM-Stratege genau weiß, wo strukturelle Veränderungen im Unternehmen notwendig sind. Ein Ansatz, mit dem bereits Doppel-Olympiasieger Johannes Lochner erfolgreich gearbeitet hat.

Fazit: Der Richtungswechsel beginnt im Kopf

Der Weg zu einem zukunftsfähigen System führt über Technologie, getragen von Menschlichkeit und früher Prävention. Für Entscheider bedeutet das: Wer die unantastbare Würde und die gesundheitliche Unversehrtheit der Menschen sichern will, muss aufhören nur Erschöpfung zu verwalten. Es ist Zeit für den Richtungswechsel, hin zu einem BGM, das Gesundheit als lebenslanges, proaktives Projekt versteht.

Literatur- und Quellenverzeichnis

  • RELIEF AI Inc. (2026): Weltweit erster Digital Human Coach – naia® revolutioniert mentale Gesundheit in Unternehmen. Zürich / Toronto.
  • RELIEF AI Inc. (2026): Von naia mental trainiert: Johannes Lochner beendet Karriere als Doppel-Olympiasieger 2026. Toronto.
  • Gesellschaft für Prävention e.V. / GPeV (2026): Prüfbericht und offizielle Anerkennung: „RELIEF® Al Naia®“ als empfohlene Maßnahme für betriebliche Präventionskultur. Toronto / Frankfurt.
  • Schwarzenberger, D. (2025): Gesundheit ist keine Kür. In: HRM Hacks Podcast (#164).

AUTOR

Dr. Daniel Schwarzenberger verbindet seit 2003 wissenschaft liche Forschung mit der betrieblichen Praxis im Gesundheitssektor. Als Vertretungsprofessor für Gesundheitsmanagement fokussiert der promovierte Sport ökonom die Digitalisierung des Gesundheitsmarktes sowie die zielgerichtete Steuerung moderner BGM-Systeme. Seine wissenschaftliche Expertise ist durch zahlreiche Veröffentlichungen in renommierten Fachverlagen dokumentiert. Neben der akademischen Lehre begleitet er Unternehmen als strategischer Berater bei der Gestaltung zukunfts fähiger Präventions- und Rekrutierungskonzepte.

www.linkedin.com/in/dr-daniel-schwarzenberger/

 


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