Digitalisierung
26.01.2026
Gut vorbereitet in die Telematikinfrastruktur
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So gelingt der TI-Anschluss in der Physiotherapie, Teil 2
Die Einführung der Telematikinfrastruktur ist für viele Physiotherapie-Praxen kein kurzfristiges Projekt, sondern ein Prozess, der sorgfältige Vorbereitung erfordert. Wer sich frühzeitig mit den technischen und organisatorischen Voraussetzungen beschäftigt, vermeidet unnötige Kosten, Zeitdruck und Unsicherheiten. Dieser zweite Teil der TI-Serie zeigt, welche Grundlagen Praxen jetzt schaffen sollten – und worauf es bei der Planung ankommt.
Damit Anwendungen der Telematikinfrastruktur zuverlässig funktionieren, ist eine stabile IT-Grundausstattung unverzichtbar. In vielen Praxen sind bereits Strukturen vorhanden, die jedoch überprüft und gegebenenfalls angepasst werden sollten.
Internetanschluss, Firewall und Netzwerksicherheit
Ein leistungsfähiger und ausfallsicherer Internetanschluss ist Voraussetzung für die Anbindung an die TI. Empfehlenswert ist eine feste Breitbandverbindung mit ausreichender Bandbreite. Zusätzlich spielt die Absicherung des Praxisnetzwerks eine zentrale Rolle: Eine aktuelle Firewall, regelmäßig aktualisierte Router sowie geschützte WLANZugänge gehören zum Mindeststandard. Besonders wichtig ist die Trennung von Praxisnetz und eventuell vorhandenen Gastnetzwerken.
Praxisverwaltungssoftware und Kompatibilität
Nicht jede Praxissoftware ist automatisch für die TI geeignet. Praxisinhaber sollten frühzeitig klären, ob ihr Softwareanbieter TI-kompatible Lösungen anbietet oder entsprechende Updates plant. Auch die Zusammenarbeit mit dem späteren TI-Dienstleister sollte technisch abgestimmt sein, um Schnittstellenprobleme zu vermeiden.
Organisatorische Voraussetzungen
Neben der Technik entscheidet die Organisation darüber, wie reibungslos die TI-Einführung verläuft.
Zuständigkeiten im Team festlegen
Es hat sich bewährt, eine verantwortliche Person für das Thema Telematikinfrastruktur zu benennen. Diese muss kein IT-Experte sein, sollte aber als Ansprechpartner fungieren, Informationen bündeln und den Kontakt zu Dienstleistern koordinieren. In größeren Praxen kann es sinnvoll sein, technische und organisatorische Aufgaben klar zu trennen.
Datenschutz und IT-Sicherheitskonzept prüfen
Die Arbeit mit der TI bedeutet den Umgang mit besonders sensiblen Gesundheitsdaten. Praxen sollten daher ihr bestehendes Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzept überprüfen und aktualisieren. Dazu gehört unter anderem die Dokumentation von Zugriffsrechten, Passwortrichtlinien und Datensicherungen. Auch der externe Datenschutzbeauftragte sollte frühzeitig eingebunden werden.
Tipps zur Auswahl von Dienstleistern und Anbietern
Der Markt rund um die Telematikinfrastruktur ist komplex und nicht immer leicht zu überblicken. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Auswahl der Anbieter.
- ❯ Vergleichen statt vorschnell entscheiden: Angebote unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch im Leistungsumfang und im Support.
- ❯ Branchenerfahrung berücksichtigen: Dienstleister mit Erfahrung im Heilmittelbereich kennen die Besonderheiten von Physiotherapie-Praxen besser.
- ❯ Transparente Kostenstruktur verlangen: Einmalige Anschaffungskosten, laufende Gebühren und Serviceleistungen sollten klar ausgewiesen sein.
- ❯ Support und Erreichbarkeit prüfen: Gerade in der Einführungsphase ist zuverlässiger technischer Support entscheidend.
- ❯ Referenzen einholen: Erfahrungen anderer Praxen können bei der Entscheidung helfen.
Checkliste: Ist meine Praxis bereit?
Fazit
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