Ernährung & Gesundheit

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20.11.2023

Welcher Yoga-Stil macht Ihr Studio noch erfolgreicher?

Welcher Yoga-Stil macht Ihr Studio noch erfolgreicher?

Von Power bis Yin

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Yoga an sich beinhaltet viele unterschiedliche Stile und Ausführungen, die verschiedene Ziele verfolgen. Wissen Sie, was zu Ihnen, zu Ihrem Studio und zu Ihrer Zielgruppe passt?

Die klassischen Yoga-Stile, die in städtischen Yoga-Studios angeboten werden, sind sehr vielfältig. In der Regel benennt das Angebot Hatha Yoga, Ashtanga Yoga, Vinyasa Flow, Shivamukti Yoga, Kundalini Yoga, Bikram Yoga, Yin Yoga, Yoga Nidra oder Aerial Yoga. Weiter wird meist nur zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen unterschieden. Ab und an ist noch von speziellen Yoga-Kursen für einen gesunden Rücken die Rede.

Wie unterscheiden Sie sich von anderen Yoga-Kursen?

Mit einem Yoga-Angebot können Sie in Ihrem Fitness-Studio eine klare Zielsetzung festlegen. Zum Beispiel:

  • ››› Neukundengewinnung
  • ››› Bestandskundenbindung
  • ››› Mehr-Ertrag

In diesem Fall ist Ihnen zu empfehlen, Ihr Angebot von dem eines klassischen Yoga-Studios klar abzugrenzen, um nicht ein Anbieter unter vielen zu sein. Denn: Wollen Sie das sein? Oder ist es vielmehr Ihr Ziel, über Ihr Yoga-Angebot Bestandsmitglieder in Zusatzkurse oder Workshops zu bringen, neue Kunden mit einem „perfekt abgerundeten“ Angebot zu gewinnen und somit den Gesamtertrag, aber auch die Gesamtattraktivität Ihrer Einrichtung zu steigern? Dann lösen Sie sich vom Allgemeinangebot und werden präzise.

Zwei der o.g. Yoga-Stile, die Sie, wenn Sie sich dafür entscheiden, weiterhin unter dem klassischen und bekannten Namen anbieten sollten, sind Yin Yoga und Yoga Nidra. Für die anderen Angebote gilt: Bauen Sie lösungsorientierte und an Zielgruppen orientierte Yoga-Kurse auf.

Praxisbeispiel: Spinning-Kurs-Teilnehmer

Wie ein lösungsorientierter Ansatz für ein Yoga-Angebot aussehen könnte? Sie bieten beispielsweise in Ihrem Studio Spinning-Kurse an, die gut besucht sind. Erarbeiten Sie im Team-Meeting mit Ihren SpinningInstructors die spezifischen Probleme, die beim Radfahren auftreten. Das sind unter anderem: steifer Nacken, fehlende Power im Oberschenkel, verkürzte Beinmuskulatur, steifer unterer Rücken.

Nun gestalten Sie ein Angebot „Yoga für Radfahrer“, leiten es ein mit den Fragen zu den spezifischen Problemen und bieten dann einen 8-wöchigen Spezialkurs mit der Lösung bzw. Verbesserung an. Alternativ können Sie mit einem Workshop starten.

  • ››› Was Sie hierzu benötigen? Einen Yogalehrer, der auch selbst begeistert Rad fährt und sich aufgrund dessen in die Radfahrer hineindenken kann.
  • ››› Wo Sie diesen finden? Schalten Sie doch mal eine Online-Anzeige, fragen Sie im örtlichen Yoga-Studio nach oder nutzen Sie die Yoga-Lehrergruppen auf Facebook für Ihre Suche.
  • ››› Was Sie davon haben? Der Spinning-Kunde nutzt ein weiteres Angebot, das die Kundenbindung erhöht. Sie können mit dem Zusatzkurs Mehr-Einnahmen generieren und beweisen Kompetenz. Eventuell kommen Neukunden aus anderen Studios hinzu, bei denen ein sportartspezifisches Yoga nicht angeboten wird.

Dasselbe können Sie ausweiten, wenn in Ihrem Studio viele Läufer trainieren. Aber auch reine Kraftsportler wissen um ihre Defizite in puncto Beweglichkeit, Muskelverkürzungen etc. Bauen Sie für diese ein lösungsorientiertes Yoga auf und Sie werden eine neue Form der Kundenbindung und Kompetenzwahrnehmung Ihres Studios erreichen.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler

Je klarer und lösungsorientierter Ihr Yoga-Angebot ist, desto mehr Kunden wird es ansprechen. Es ist essenziell wichtig, die Nische zu finden, die zu Ihrem Kunden passt, und erst dann den passenden Yoga-Lehrer dafür zu suchen.

Lassen Sie Neukunden und in regelmäßigen Abständen auch Bestandskunden einen Fragebogen ausfüllen, in denen diese ihr Trainingsziel angeben – bei einem langjährigen Kunden mit der Zusatzfrage, weshalb er bei Ihnen trainiert. Werten Sie diese anschließend in Ihren Teamsitzungen aus. Haben Sie das Ziel im Auge, so Ihre Kunden und ihre spezifischen Bedürfnisse kennenzulernen, um zu wissen, warum die Trainierenden ausgerechnet in Ihr Studio kommen und was sie an Ihrer Einrichtung so schätzen. Nutzen Sie dieses Auswertungsergebnis und verknüpfen es künftig ganz gezielt mit dem Zusatzangebot Yoga.

Beispiel: Sofern immer wieder „Gewichtsverlust“ angegeben wird, können Sie auch dafür einen laufenden Zusatzkurs oder einen Workshop kreieren mit dem Titel „Mit Yoga & Achtsamkeit zur Wunschfigur“. Gleich bei Vertragsabschluss oder einem Gespräch zur Erneuerung des Trainingsplans bieten Sie das eben diesen Interessenten mit an.

Im Endeffekt unterscheiden Sie sich damit von den klassischen Yoga-Studios wie folgt: Keiner Ihrer Kurse heißt also Hatha Yoga, Vinyasa oder Kundalini. Ihr Yoga-Kurs ist nach der Lösung von klientenspezifischen Problemen benannt. Welche Basisausbildung der Yoga-Lehrer hat, der den Kurs hält, sollten Sie jedoch in der Ausschreibung benennen.

Fazit

Bieten Sie Ihren Kunden Lösungen an und werden Sie, wenn Sie Ihr Angebot um Yoga erweitern möchten, zielgruppenspezifisch. Sie sehen, Sie haben viele verschiedene Optionen zur Auswahl. PS: Letztendlich ist es aber genauso wichtig, die Wirtschaftlichkeit in jeder Möglichkeit zu berücksichtigen, um die beste Entscheidung zu treffen.

Sabine Tscharntke


 

Pauschales Rechenbeispiel

  • 8-wöchiger Zusatzkurs „Yoga für Radfahrer“
  • Einnahmen: 120 Euro pro Teilnehmer
  • Anzahl: 15 Teilnehmer
  • Ertrag: 1.800 Euro Abzgl. Honorar Yoga-Lehrer: 400 Euro
  • Zusatzertrag: 1.400 Euro
  • Bieten Sie nur drei solcher Kurse an, liegt Ihr Zusatzertrag bereits bei 4.200 Euro

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