Gesundheit
13.06.2026
EMS-Training zwischen Fitness & Gesundheit
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Warum die Methode jetzt größer gedacht werden muss
Advertorial
EMS-Training wird noch immer oft zu klein gedacht. Für die einen ist es ein Spezialsegment, für die anderen ein zeiteffizientes Zusatzangebot. Beides greift zu kurz. Denn die eigentliche Zukunftsfrage lautet nicht mehr nur, wie sich EMS innerhalb seines bisherigen Marktes entwickelt. Entscheidend ist, welche Rolle die Methode in einem deutlich größeren Feld einnehmen kann: zwischen Fitness, Prävention, Muskelgesundheit und gesundem Altern. Genau dort beginnt ihre eigentliche Relevanz.
Ein realer Markt mit größerem Potenzial
Der deutsche EMS-Markt ist klar umrissen, aber keineswegs klein. Laut DSSV-Eckdaten gibt es zum Stichtag 31.12.2025 in Deutschland 1.269 reine EMS-Studios. Das Segment umfasst rund 180.000 Mitglieder, erzielt rund 190 Millionen Euro Netto-Umsatz und liegt bei einem durchschnittlichen Monatsbeitrag von 107,41 Euro brutto. Gleichzeitig ist die Zahl der reinen EMS-Studios gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent zurückgegangen. Das ist weniger ein Signal gegen die Methode als ein Signal für Neupositionierung: Nicht die Technologie ist das Problem, sondern die Frage, wie und für wen sie künftig relevant gemacht wird.
Die eigentliche Chance liegt zwischen Fitness und Medizin
Die größte Chance für EMS liegt in einer Lücke, die im Markt seit Jahren sichtbar ist. Der klassische Fitnessmarkt richtet sich vor allem an jüngere, gesunde Zielgruppen. Die Medizin wiederum ist primär auf ältere, kranke oder behandlungsbedürftige Menschen ausgerichtet. Dazwischen liegt ein großes Feld: Menschen, die noch nicht krank im engeren Sinn sind, aber längst einen klaren gesundheitlichen Bedarf haben — etwa durch schwindende Kraft, zu wenig Muskulatur, erste funktionelle Einschränkungen oder die Erkenntnis, rechtzeitig etwas tun zu müssen. Genau diese Menschen suchen oft weder ein klassisches Fitness-Studio noch bereits eine medizinische Behandlung. Sie suchen ein wirksames, betreutes, zeiteffizientes und gesundheitlich nachvollziehbares Format. Genau hier wird EMS relevant.
Eine Zielgruppe mit Bedarf, Kaufkraft und Longevity-Interesse
Strategisch besonders interessant ist: Diese Zielgruppe ist häufig gesundheitsbewusst, qualitätsorientiert und bereit, in nachvollziehbare Lösungen für Leistungsfähigkeit, Prävention und gesundes Altern zu investieren. Sie ist damit nicht nur gesundheitlich relevant, sondern oft auch wirtschaftlich attraktiv. Gleichzeitig ist sie offen für das Thema Longevity — also für die Frage, wie sich Gesundheit, Belastbarkeit und Selbstständigkeit möglichst lange erhalten lassen.
EMS-Training ist nicht Fitness
Für die künftige Marktposition von EMS ist ein Satz zentral: EMS-Training ist nicht Fitness. Zumindest nicht in dem Sinn, wie Fitness traditionell organisiert, verkauft und wahrgenommen wird. Natürlich gibt es Überschnei - dungen. Viele Marktstrukturen, Ausbildungswege, Denkweisen und Vertriebsansätze stammen aus der Fitnessbranche. Genau das macht die Abgrenzung so schwierig. Gleichzeitig liegt darin eines der größten strategischen Probleme des EMS-Marktes. Denn solange EMS organisatorisch und kommunikativ in klassischen Fitnessmustern festhängt, bleibt die Methode in ihrer Wahrnehmung kleiner, als sie tatsächlich ist.
Glaubwürdigkeit entscheidet
Die größte Zukunftsfrage für EMS im Gesundheitsmarkt lautet deshalb nicht, wie laut die Methode vermarktet wird, sondern wie glaubwürdig sie wahrgenommen wird. Denn der Gesundheitsmarkt akzeptiert keine Etikettenstrategie. Wer Gesundheit sagt, muss Gesundheit auch in Sprache, Struktur und Durchführung nachvollziehbar machen. Wer muskuläre Prävention und gesundheitsorientiertes Training kommuniziert, gleichzeitig aber in einer plakativen „Fett-weg“-Logik auftritt, darf sich nicht wundern, wenn Kooperationen mit Ärzten oder Physiotherapeuten nicht zustande kommen. Nicht, weil Gewichtsreduktion grundsätzlich kein Thema wäre, sondern weil die Art der Kommunikation Glaubwürdigkeit kostet.
Gerade hier hat EMS eigentlich eine gute Ausgangslage. Die Methode braucht keine überzogenen Aussagen, um stark zu sein. Sie besitzt hohe Relevanz bei muskulären Themen und gilt für viele Zielgruppen als eine der zeiteffizientesten betreuten Trainingsmethoden überhaupt. Das reicht als Positionierung völlig aus. EMS wird nicht dadurch stärker, dass es mehr verspricht, sondern dadurch, dass es das fachlich Belegbare klar und konsequent besetzt.
Fazit
Die Zukunft von EMS liegt dort, wo die Methode nicht wie Fitness vermarktet wird, sondern als das verstanden wird, was sie im Kern sein kann: ein professionell betreutes, muskulär wirksames und gesundheitlich relevantes Trainingsformat. Gerade zwischen klassischer Fitness und Medizin entsteht ein Markt, der größer ist, als EMS bisher oft gedacht wurde – gesundheitlich relevant, wirtschaftlich attraktiv und inhaltlich stark anschlussfähig an Prävention und Longevity.
Über ems-training.de
ems-training.de ist die neue Informationsplattform für professionelles Ganzkörper-EMS. Die Plattform schafft Orientierung in einem wachsenden Markt – wissenschaftlich fundiert, regulatorisch sauber und praxisnah. Sie richtet sich an Betreiber, Trainer, Entscheider und alle, die EMS professionell ver stehen, bewerten und weiterentwickeln wollen.
Quellen & wissenschaftliche Grundlagen
- Kemmler et al. (2021): Efficacy of whole-body electromyostimulation (WB-EMS) on body composition and muscle strength in nonathletic adults. Le et al. (2024): Effectiveness and Safety of Whole-Body Electromyostimulation on Musculoskeletal Diseases in Middle Aged-Older Adults.
- DSSV, DHfPG, Deloitte (2026): Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026
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